Hermann Hesse und die Suche nach dem Menschheitsethos

Prof. Karl-Josef Kuschel

In unserer vielfach zerrissenen Welt wird die Suche nach verbindenden Werten, Idealen und Normen immer dringender. Soll die Menschheit nicht noch weiter gespalten werden, braucht sie das eine Ethos, ein Menschheitsethos (Hans Küng), gespeist aus den großen religiösen, weisheitlichen und spirituellen Überlieferungen der Menschheit.

Hermann Hesse hat in seinem unvergleichlichen Werk vieles von dem vorausgenommen, was viele Menschen heute anstreben: ein verknüpfendes Denken im Bewusstsein, dass die großen religiösen Traditionen der Menschheit geistig in eine Tiefe weisen, die verbindet, nicht spaltet, die versöhnt, nicht entfremdet.

Referent

Karl-Josef Kuschel, geboren 1948, ist Professor an der Katholisch-theologischen Fakultät der Universität Tübingen und lehrt dort Theologie der Kultur und des Interreligiösen Dialogs. Er hat immer wieder Brücken geschlagen zwischen Religion und Literatur. Er zeigt auf faszinierende Weise, warum das Werk Hesses gerade für die heutige Suche nach „universalen ethischen Standards“ unverzichtbar ist.

Ort

Bürgersaal im Rathaus, Marktplatz 2, 78315 Radolfzell.

Eintritt

Der Unkostenbeitrag beträgt 5 €, für Jugendliche ist der Eintritt frei.