Zum Wirtschaftsethos im globalen Maßstab

Leopold Zieglers Forderung nach einer menschlichen Wirtschaft

Dr. Leopold Ziegler

Im November 2008 jährt sich zum 50. Mal der Todestag Leopold Zieglers, eines der letzten großen Universalgelehrten des 20. Jahrhunderts von europäischem Rang. Obwohl sein bedeutendes, heute zu Unrecht weitgehend vergessenes Werk in der Hauptsache um religionsphilosophische Fragen kreist, hat sich der lange Jahrzehnte in Überlingen lebende Philosoph und Vordenker der Ökumene gesellschaftlichen Problemstellungen nie versagt. Neben Büchern zu Geschichte, Kunst und Pädagogik hat er in seinem Werk „Zwischen Mensch und Wirtschaft“ (1927) abseits der Ideologien auch Fragen zur Vermenschlichung der Wirtschaft aufgeworfen. Der Belang seiner frappierend hellsichtigen Antworten hat sich auch heute, in Zeiten der Globalisierung und angesichts der Forderung nach einem neuen Weltethos des Wirtschaftens, nicht erschöpft.

Dieser Vortrag findet im Rahmen der diesjährigen Vorstandssitzung der Leopold-Ziegler Stiftung statt, die aus Anlass des 50. Todestages von Leopold Ziegler vom 16. bis 18. Oktober im Weltkloster tagt.

Referent

Dr. J.-Hanns Pichler, Professor an der Wirtschaftsuniversität Wien, weitbekannter Wirtschaftswissenschaftler und ausgewiesener Kenner Zieglers, wird in seinem Vortrag den Philosophen vorstellen und dessen nachwirkende Aktualität in den Mittelpunkt rücken. Prof. Pichler ist Vorstand der in Wien ansässigen Gesellschaft für Ganzheitsforschung, die die akademische Arbeit im Sinne Zieglers fortführt.

Ort

Bürgersaal des Rathauses, Marktplatz 2, 78315 Radolfzell.

Eintritt

Der Unkostenbeitrag beträgt 5 €, für Jugendliche ist der Eintritt frei.