Die Stille hören: Die Musik der Shakuhachi

Vortrag mit Musikbeispielen von Dr. Jim Franklin

Foto: Volker Schneidereit

Am 25. November um 10.00 Uhr bietet der australische Musiker und Komponist Dr. Jim Franklin einen Vortrag über die Tradition der japanischen Bambusflöte Shakuhachi und ihre meditative musikalische Wirkung.

Der Vortrag wird durch von Franklin gespielte Musikbeispiele untermalt. Die faszinierenden Klänge dieser Flöte sind Ausdruck der meditativen Kultur des Zen-Buddhismus. Bereits zu Studienzeiten setzte sich Franklin intensiv mit den kulturellen Traditionen Japans auseinander. Nach Studien der Bambusflöte bei Dr. Riley Lee (Sydney/Australien) und Furuya Teruo (Tokio/Japan) erhielt er 1996 von dem japanischen Altmeister Yokoyama Katsuya den Titel Shihan („Meister“) und somit die Lehr- und Konzertbefugnis. Seit 2004 lebt Dr. Jim Franklin in Deutschland. In Radolfzell spielt er sowohl die jahrhundertealten traditionellen Stücke sogenannte Honkyoku, als auch eigene Kompositionen, die durch den stillen Geist der traditionellen Stücke geprägt sind.

Die Shakuhachi ist ein Instrument mit sehr einfacher Konstruktion: ein Bambusrohr mit normalerweise fünf Grifflöchern und einer Anblaskante, die durch einen schrägen Schnitt am oberen Ende des Rohres gebildet wird. Diese Einfachheit erlaubt es dem Spieler, sehr feine Abstufungen und Schattierungen von Klangfarbe und Tonhöhe zu erzeugen.

Ursprünglich wurde das Instrument etwa vom 16. Jahrhundert an von Zen-Buddhistischen Mönchen als eine Art von Meditation gespielt. Aus dieser meditativen Übung entstand die Tradition der so genannten Honkyoku („Urstücke“), meditativer Stücke meistens in freiem Rhythmus, deren Phrasierung eng mit dem Atem des Spielers zusammenhängt. Die Tradition der Honkyoku ist bis heute durch mehrere Schulen von Meister zu Schüler weitergegeben worden.

Im Anschluss: Fragen/Diskussion.

Der Vortrag ist auch Teil des Workshops für Fortgeschrittene.

Ort

Weltkloster Radolfzell, Obertorstr. 10, 78315 Radolfzell.
Wegbeschreibung und Karte

Kosten

Der Eintrittspreis beträgt € 5,—