Christentum und Hinduismus: Vertrauen in mich – andere – Gott?

Br. Niklaus Kuster (oben), Krishna Premarupa (unten)

Ein Interreligiöser Gottesdienst mit anschließendem Dialoggespräch in der Liebfrauen-Kirche Zürich

Gemeinsam mit Bruder Niklaus Kuster OFMCap aus dem Schweizer Kloster Olten, Krishna Premarupa das, Leiter des Krishna Tempel Zürich, Pfarrer Josef-Michael Karber, Liebfrauen Pfarrei und Diakon Ronald Jenny, Pfarrleiter Pfarrei Herz Jesu wird sich das Weltkloster, vertreten durch Alexandra Mann, Vorsitzende TV an diesem Abend die Frage nach jenem stellen, dem der Mensch vertraut, von dem er sich getragen fühlt.

In der Bhakti-Tradition des Hinduismus gilt die liebende Hingabe zu Gott, ebenso wie in Teilen der christlichen als ein wichtiger Weg zu Heilserfahrung und Erlösung. Dem Vertrauen, wie es natürlicherweise Kinder besitzen, kommt hierbei eine besondere Funktion zu.

So tasten wir uns im Kontext beider Traditionen an Vorstellungen von Liebe zu uns selbst, Nächstenliebe und Gottesliebe heran. Mit Musik und Texten  sowie einem gemeinsamen abschließenden Ritual feiern wir jenes, zu dem wir auf unterschiedlichen Pfaden unterwegs sind, von welchem wir jedoch zu spüren wagen, dass es ein und dasselbe für uns alle ist.

Über philosophische Hintergründe, Übungswege monastischer Traditionen und Möglichkeiten von praktischer Umsetzung im Alltag möchten wir im Anschluss an den Gottesdienst in Form eines Dialoggespräches diskutieren.

Die Veranstaltung findet im Rahmen der Woche der Religionen in Zürich statt.

Dialog-Partner

Bruder Niklaus Kuster schloss sich im Alter von 22 Jahren dem Kapuziner-Orden an. Er verbrachte vier Jahre seines Studiums in Rom, ist Franziskusforscher und promovierter Theologe. Bruder Niklaus lehrt an den Universitäten Luzern und Fribourg sowie den Ordenshochschulen in Venedig, Münster und Madrid. Er studierte Geschichte und Theologie, doktorierte in Spiritualität und begleitet Kurse und Timeouts für sozial, pädagogisch und kirchlich Tätige.

Krishna Premarupa genoss eine römisch-katholische Erziehung und schloss eine Lehre als Koch ab. Auf Asienreisen entdeckte er den Buddhismus, der ihm neue Sichtweisen eröffnete. Es waren dann aber die Lehren der Bhagavat Gita, die ihn mit dem Hinduismus in Kontakt brachten. Im Jahr 2001 entschied er sich für das Mönchsleben und wurde in Indien in die Bhakti-Yoga Tradition des Gaudiya-Vaishnavatums eingeweiht. Heute trifft man ihn im Zürcher Krishna Tempel an; entweder am Altar, wo er als Priester tätig ist, oder im Büro, wo er sich der Tempelleitung widmet.

Moderation: Alexandra Mann, M.A., Religionswissenschaftlerin und Vorsitzende des Trägervereins Weltkloster

Ort

Liebfrauen  Pfarrei

Zehnderweg 9, 8006 Zürich