Missio inter gentes: Aktuelle Entwicklungen im katholischen Missionsverständnis

Pater Markus Luber SJSeit dem 2. Vatikanischen Konzil hat sich das katholische Missionsverständnis sehr verändert. Das hängt vor allem damit zusammen, dass sich die katholische Kirche immer mehr als Weltkirche versteht und wahrnimmt. Das Missionskonzept Missio inter gentes beruht auf den Erfahrungen asiatischer Christen in einem plurireligiösem Umfeld und in einer Zeit, in der sich die Schwerpunkte des Christentums immer mehr in die südliche Hemisphäre verlagern. Mission findet dort „mitten unter den Menschen“ statt und umfasst soziales Engagement und interreligiösen Dialog. Vor allem kommt es darauf an, die kulturelle Situation, die aktuellen Lebensbedingungen und die spirituellen Zugänge der Menschen vor Ort in die Verkündigung des Evangeliums einzubeziehen. Zentrale Anliegen der Missio inter gentes finden sich im Apostolischen Schreiben Evangelii Gaudium von Papst Franziskus wieder: Option für die Armen, Volksfrömmigkeit, Stadtkultur, interreligiöse Gastfreundschaft. Das asiatische Missionskonzept wird dazu beitragen, besser zu verstehen, was Papst Franziskus vorschwebt. Umgekehrt legt die Theologie von Evangelii Gaudium ein Fundament für das Verständnis von Mission im 21. Jahrhundert.

Referent

Markus Luber SJ, Priester und Diplomtheologe leitet das Institut für Weltkirche und Mission an der Jesuiten Hochschule St. Georgen in Frankfurt am Main. Seine Promotion in Missiologie sowie mehrere Forschungsaufenthalte in Indien liessen ihn zu einem Experten auf dem Gebiet von Kontextueller Theologie und Inkulturation werden.

Ort

Weltkloster Radolfzell, Obertorstr. 10, 78315 Radolfzell.
Wegbeschreibung und Karte

Kosten

Die Gebühr beträgt: 6,00 Euro. Schüler und Studenten frei.