Transzendenz – Begegnung zweier Meisterspieler

Musikalischer Dialog und Improvisationskonzert mit Prof. Vesselin Paraschkevov und  Dr. Jim Franklin

Am heutigen Abend werden sich zwei Meister ihres Fachs in einen Austausch auf der Ebene von Musik und Klang begeben.  Die Zuhörer werden Improvisationen von Geige und Shakuhachi, der traditionellen japanischen Bambusflöte miterleben und in die Tiefe von Verbundenheit in Stille und Ton eintauchen.

Ein anschließendes Dialoggespräch über das Transzendente im und jenseits des Klangs soll Hintergründe dieser Begegnung beleuchten und auf eine Entdeckungsreise führen, bei der Zusammenhänge zwischen Klang und dem Chi, einer im daostischen Kontext verstandenen, dem Kosmos innewohnenden Kraft bzw. Energieform, erörtert werden soll. Wie ist es zu verstehen, dass Künstler davon sprechen, nicht selbst zu spielen, sondern vielmehr erleben, selbst Teil des Gespieltwerdens zu sein? Dem soll an diesem Abend nachgegangen werden.

Die Künstler

Prof. Vesselin Paraschkevov

Vesselin Paraschkevov gilt als einer der führenden Geiger. Bei Sofia in Bulgarien geboren, studierte er in St. Petersburg bei Mischa Wayman. Es folgten Meisterkurse in Wien, sowie in Genf. Von 1969 bis 1973 war er Staatskünstler und Solist vom Sofiaconcert.

1973 wurde er zu den Wiener Philharmonikern als Konzertmeister berufen. Der mit zahlreichen bulgarischen und internationalen Preisen ausgezeichnete Violinist nimmt seit 1980 an der Essener Folkwang-Hochschule eine Professur wahr.

Solistisch arbeitete er u.a. mit der Philharmonia Hungarica, dem Metropolitan Orchestra Tokyo, dem National Taiwan Symphony Orchestra, der Akademische Philharmonie Leningrad sowie der Staatsphilharmonie Bukarest. Vesselin Paraschkevov spielt auf einer Violine von Josef Guarnieri aus dem Jahre 1710.

Foto: Volker Schneidereit

Dr. Jim Franklin

Bereits zu Studienzeiten setzte sich Jim Franklin intensiv mit den kulturellen Traditionen Japans auseinander. Nach Studien der Bambusflöte bei Dr. Riley Lee (Sydney/Australien) und Furuya Teruo (Tokio/Japan) erhielt er 1996 von dem japanischen Altmeister Yokoyama Katsuya den Titel Shihan („Meister“) und somit die Lehr- und Konzertbefugnis. Seit 2004 lebt er in Deutschland und hat sich auf die Honkyoku der Schule von Yokoyama Katsuya (Kokusai Shakuhachi Kenshukan) sowie auf moderne Musik spezialisiert. Zusätzlich zu regelmäßigen Konzerten und Unterrichtstunden beschäftigt sich Franklin aktuell mit verschiedenen Aufnahme- und Kompositionsprojekten u.a. mit einer Arbeit über die Verbindung von Shakuhachi und Samples natürlicher Klänge, welche in verschiedenen Gärten in Südfrankreich aufgenommen wurden.

Moderation

Alexandra Mann M.A., Religionswissenschaftlerin

Veranstalter

Trägerverein Weltkloster e.V.

Ort

Kloster Hegne, Kapelle Haus Elisabeth, Konradistraße 1, 78476 Allensbach-Hegne

Eintritt

10,00 Euro; Ermäßigung auf Anfrage. Zusätzliche Spenden willkommen.