Satzung des Fördervereins Weltkloster Radolfzell e.V.

§ 1 Name, Sitz und Geschäftsjahr des Vereins

  1. Der Verein führt den Namen „Förderverein Weltkloster Radolfzell e.V.“ (nachfolgend „Förderverein“).
  2. Sitz des Vereins ist Radolfzell. Geschäftsjahr ist das Kalenderjahr.

§ 2 Zweck des Vereins

  1. Zweck des Fördervereins ist zum einen die Förderung der Gründung, der Einrichtung und des Betriebs eines Weltklosters in Trägerschaft der Stadt Radolfzell mit Kommunität und Akademie zur interkulturellen und interreligiösen Begegnung auf nationaler wie auf internationaler Ebene. Diese Förderung betreibt der Verein durch unmittelbare organisatorische Unterstützung des Trägers, durch kontinuierlich organisierte Öffentlichkeitsarbeit und der ideellen Werbung, die allein dem Zweck des Weltklosters dient.
  2. Darüber hinaus ist der Zweck des Fördervereins zum anderen, die Idee des Weltklosters in der kommunalen Bevölkerung zu verankern und im kommunalen Alltag regional erfahrbar zu machen. Diese Förderung betreibt der Verein durch persönliche Ansprache und den Dialog mit interessierten Menschen und durch kontinuierlich organisierte Öffentlichkeitsarbeit wie beispielsweise öffentliche Veranstaltungen, Bildungs- und Kulturveranstaltungen, Diskussionsforen, Seminare und Vorträge. Insoweit wird der Verein ausschließlich und unmittelbar tätig.
  3. Der Satzungszweck gemäß 2.1 wird insbesondere verwirklicht durch die Beschaffung von Mitteln durch Beiträge, Spenden und Benefizveranstaltungen.
  4. In diesem Rahmen verwirklicht der Förderverein folgende gemeinnützigen Ziele:
    1. Förderung der Völkerverständigung
    2. Förderung insbesondere religiöser Toleranz auf der Grundlage der Programmschrift „Projekt Weltethos“ (1990) von Hans Küng und der „Erklärung zum Weltethos“ (Chicago 1993).
  5. Diese Zwecke verfolgt der Verein bezüglich des Satzungszweckes gemäß § 2 Abs. 2 auf ausschließlich und unmittelbar gemeinnützige Weise im Sinne des 3. Abschnitts der Abgabenordnung („Steuerbegünstigte Zwecke“, §§ 51 ff. AO).
  6. Der Verein ist selbstlos tätig und verfolgt nicht in erster Linie eigenwirtschaftliche Zwecke.

§ 3 Gemeinnützigkeitsrechtliche Bindungen

  1. Mittel des Vereins dürfen nur für die satzungsmäßigen Zwecke verwendet werden. Die Mitglieder erhalten keine Gewinnanteile und in ihrer Eigenschaft als Mitglieder auch keine sonstigen Zuwendungen aus Mitteln des Vereins.
  2. Es darf keine Person durch Ausgaben, die den Zwecken des Vereins fremd sind, oder durch unverhältnismäßig hohe Vergütungen begünstigt werden.

§ 4 Mitgliedschaft

  1. Mitglied kann jeder an der Verwirklichung der Vereinsziele Interessierte werden. Vorausgesetzt ist weiter lediglich eine an den Vereinsvorstand gerichtete Anmeldung zur Aufnahme, in der sich der Anmeldende zur Einhaltung der Satzungsbestimmungen verpflichtet. Über die Aufnahme entscheidet der Vorstand.
  2. Die Mitgliedschaft endet
    1. durch Tod,
    2. durch Austritt, der nur schriftlich gegenüber dem Vorstand erklärt werden kann,
    3. durch förmliche Ausschließung, die nur durch Beschluss der Mitgliederversammlung erfolgen kann,
    4. durch Ausschließung mangels Interesses, die durch Beschluss des Vorstands ausgesprochen werden kann, wenn ohne besondere Rechtfertigung für mindestens zwei Jahre die Beiträge nicht entrichtet worden sind.
  3. Von den Mitgliedern sind Beiträge zu entrichten, deren Höhe und Fälligkeit von der Mitgliederversammlung festgelegt werden. In Härtefällen entscheidet der Vorstand auf schriftlichen Antrag des betroffenen Mitgliedes.
  4. Bei seinem Ausscheiden aus dem Verein hat ein Mitglied keinen Anspruch bezüglich des Vereinsvermögens.

§ 5 Organe des Vereins

Organe des Vereins sind:

  1. die Mitgliederversammlung
  2. der Vorstand
  3. der Beirat.

§ 6 Mitgliederversammlung

  1. Die ordentliche Mitgliederversammlung ist alljährlich möglichst im ersten Kalenderquartal abzuhalten. Sie beschließt insbesondere über:
    1. Satzungsänderungen,
    2. die Bestellung und Abberufung von Vorstandsmitgliedern sowie deren Entlastung,
    3. die Höhe und Fälligkeit der Mitgliedsbeiträge,
    4. die Ausschließung eines Mitgliedes,
    5. die Auflösung des Vereins und die Verwendung seines Vermögens.
  2. Der Vorstand beruft die Mitgliederversammlung durch besondere schriftliche Einladung der Mitglieder unter Angabe der Tagesordnung ein. Die Einladung ergeht jeweils an die letzte dem Vorstand bekannte Anschrift des Mitgliedes und muss mindestens drei Wochen vor der Versammlung zur Post gegeben werden. Der Vorstand bestimmt die Tagesordnung; jedes Mitglied kann ihre Ergänzung bis spätestens eine Woche vor der Versammlung beantragen.
  3. Bei der Beschlussfassung entscheidet die einfache Mehrheit der erschienenen Mitglieder, bei Stimmengleichheit die Stimme des Vorsitzenden. Über die Art der Abstimmung entscheidet der Vorstand; Wahlen erfolgen jedoch, wenn nicht einstimmig durch Zuruf, schriftlich durch Stimmzettel. Beschlüsse, durch die die Satzung oder der Vereinszweck geändert werden, und Beschlüsse über die Auflösung des Vereins bedürfen einer Mehrheit von ¾ der erschienenen Mitglieder
  4. Beschlüsse über Satzungsänderungen und über die Auflösung des Vereins sind dem zuständigen Finanzamt anzuzeigen. Satzungsänderungen, die die in Ziffer 2 genannten gemeinnützigen Zwecke betreffen, bedürfen der Einwilligung des zuständigen Finanzamts.
  5. Über die Mitgliederversammlung ist eine Niederschrift zu fertigen, die vom Protokollführer zu unterzeichnen ist. Diese Niederschrift muß den Mitgliedern innerhalb von sechs Monaten zugänglich sein; Einwendungen können nur innerhalb eines Monats, nachdem die Niederschrift zugänglich gemacht worden ist, erhoben werden.
  6. Eine außerordentliche Mitgliederversammlung ist zu berufen, wenn das Interesse des Vereins dies erfordert oder wenn mindestens 20% der Mitglieder dies unter Angabe des Grundes und des Zwecks schriftlich gegenüber dem Vorstand verlangen. Kommt der Vorstand einem solchen Verlangen nicht nach, können diese Mitglieder die Mitgliederversammlung selbst einberufen.

§ 7 Vorstand des Vereins

  1. Der Vorstand besteht aus fünf gewählten Vorstandsmitgliedern aus dem Kreis der Mitglieder des Vereins, hierunter dem Vorsitzenden, seinem Stellvertreter und dem Kassenwart. Der Vorstand wird von der Mitgliederversammlung für die Dauer von zwei Jahren gewählt; Wiederwahl ist zulässig. Die Wahl erfolgt einzeln. Bei vorzeitigem Ausscheiden eines Vorstandsmitgliedes kann für seine restliche Amtszeit vom Vorstand ein Nachfolger bestellt werden. Zusätzlich zu den fünf gewählten Vostandsmitgliedern werden weitere zwei Mitglieder des Vorstandes vom gemeinderätlichen Arbeitskreis Weltkloster Radolfzell benannt.
  2. Der Vorstand ist beschlussfähig, wenn 5 der Vorstandsmitglieder anwesend sind. Der Vorstand führt die Geschäfte des Vereins. Vorstand im Sinne des § 26 Abs. 2 BGB sind sämtliche Vorstandsmitglieder. Jeweils zwei Vorstandsmitglieder sind zur Vertretung des Vereins befugt. Der Vorstand entscheidet durch Beschluss in Vorstandssitzungen, zu denen er nach Bedarf zusammentritt und über die eine Niederschrift zu fertigen ist. Vorstandssitzungen sind in der Regel durch schriftliche Einladung mit einwöchiger Frist einzuberufen. Der Vorstand kann jedoch auch fernmündlich, schriftlich, per Fax oder E-Mail Beschlüsse fassen.

§ 8 Beirat

  1. Der Beirat wird aus geeignet erscheinenden, hierfür ehrenamtlich tätigen Personen gebildet.
  2. Der Beirat hat die Aufgabe, die Vereinsziele durch ihre Persönlichkeit in der Öffentlichkeit zu repräsentieren und zu unterstützen. Der Beirat unterstützt die Arbeit des Vorstands. Beiratsmitglieder können an Vorstandssitzungen teilnehmen.
  3. Beiratsmitglieder werden von der Mitgliederversammlung für einen Zeitraum von 3 Jahren berufen. Wiederwahl ist möglich.

§ 9 Arbeitsgruppen

Der Vorstand kann zu seiner Unterstützung für spezielle Fragen Arbeitsgruppen bilden, die dem Vorstand oder der Mitgliederversammlung Vorschläge unterbreiten können. In den Arbeitsgruppen können auch Nichtmitglieder mitarbeiten.

§ 10 Auflösung und Zweckänderung

  1. Die Auflösung des Vereins kann nur die Mitgliederversammlung mit einer Mehrheit von drei Vierteln der Mitglieder beschließen (siehe auch § 6 Abs. 4 der Satzung). Die Auseinandersetzung erfolgt nach den Vorschriften des Bürgerlichen Gesetzbuches.
  2. Nach einer Auseinandersetzung oder einem Wegfall des bisherigen Vereinszweckes ist das Vereinsvermögen an die Stadt Radolfzell für das Weltkloster Radolfzell im Sinne des bisherigen Vereinszwecks weiterzuleiten. Näheres beschließt die Mitgliederversammlung, deren Beschlüsse allerdings erst nach Einwilligung des Finanzamts ausgeführt werden dürfen.

Satzung beschlossen auf der Mitgliederversammlung am 18.03.2005