Idee des Weltklosters

Interreligiöses Refugium für Menschen im 21. Jahrhundert

Das Weltkloster bietet Raum für den Dialog zwischen Religionen und unterschiedlichen Kulturen im Sinne einer friedensstiftenden Bewusstheit füreinander. Raum auch für die behutsame Annäherung an die Verschiedenheiten und Spannungsfelder religiöser Traditionen sowie die nötige Rückbesinnung auf authentische Quellen.

Begegnung der Weltreligionen

Im Weltkloster wird keine einheitliche oder neue Weltreligion entstehen, vielmehr sollen das Verbindende und das Unterscheidende aller Religionen im Dialog zur Begegnung und gegenseitigen Inspiration kommen. Die Religionen haben über Jahrtausende hinweg ihre eigene unnachahmliche Weisheit ausgeprägt. Mystische und kontemplative Traditionen führen zu einer tiefen Erfahrung der Welt und zu einem Grundvertrauen, das ethisches Handeln möglich macht. Im Weltkloster begegnen sich Buddhismus und Christentum – Islam, Hinduismus, Judentum und andere tragende Religionsgemeinschaften und inspirieren einander.

Begegnung der Kulturen

Die Besonderheiten der eigenen Kultur prägen das Handeln von Menschen, oftmals mehr als ihnen selbst bewusst ist.

Das Weltkloster bietet die Gelegenheit, in der direkten Begegnung die eigenen kulturellen Hintergründe zu reflektieren und eine Dialogfähigkeit – über kulturelle und religiöse Grenzen hinweg – weiter zu entwickeln.

Im Dialog Identität gewinnen

Dialog und Identität sind keine Gegensätze, sondern bedingen sich gegenseitig. Das Weltkloster will die Visionen und Werte, die unsere Religionen und Kulturen seit Jahrtausenden entfaltet haben, ins Gespräch bringen und dabei eine differenzierte Auseinandersetzung, geprägt von gegenseitiger Wertschätzung, ermöglichen. Akzeptierte Vielfalt und Verschiedenheit ist der Nährboden für Experimentierfreudigkeit und Veränderungsbereitschaft. So verstanden wird Identität durch Dialog zukunftsfähig. Denn diese ist kein statisches Konstrukt, vielmehr formt sie sich durch äußere Einflüsse und Prägungen.

Jedem Menschen kommt eine einzigartige Würde und Wertigkeit zu. Im Bewusstsein, Weltbürgerin und Weltbürger zu sein, trägt jede und jeder, gleich welcher Herkunft, Prägung, Rolle und speziellen Begabung wesentlich zur Entwicklung unserer Welt bei.