Die verwandelnde Kraft klösterlicher Lebensformen für die Menschen unserer Zeit
Gerade im monastisch geprägten Umfeld vieler Religionen entwickelten sich Strukturen, welche unabhängig von den jeweiligen Dogmen dazu dienten, den Einzelnen in einen bewussteren Umgang mit dem eigenen Wesen und seiner Mitwelt zu führen. Hierbei spielte die Schulung der Achtsamkeit von jeher eine entscheidende Rolle. In einer Diskussion mit Lharampa Tenzin Kalden Dahortsang und Bruder Josef Götz OSB wollen wir der Frage nachgehen, inwieweit gerade eine im klösterlichen Bereich gepflegte, spirituelle und achtsame Lebensweise dem Menschen hilft, sich innerlich zu entwickeln.
Zwischenmönchische Begegnungen im Weltkloster
Der tibetische Mönch Lharampa Tenzin Kalden Dahortsang kommt im September ins Weltkloster und wird bis zum Winter eine Woche im Monat hier leben. In dieser Zeit wird er buddhistische Lehrgespräche anbieten und praktische Zugänge der Gelug-Tradition vermitteln. Umgekehrt interessieren ihn besonders westliche Ansätze in Religion, Wissenschaft und Kultur. Durch Begegnungen mit Geistlichen anderer religiöser Traditionen möchte er den Dialog auf der Erfahrungsebene fördern.
Stille-Übung und Arbeiten mit Ton für Kinder
Ferienangebot für Kinder von 6 bis 12 Jahren Das Weltkloster bietet Kindern der genannten Altersgruppe in der letzten Woche der Sommerferien an, mit Frau Angelika Schulz Stille einzuüben und zu töpfern. Sie können dabei ihre Verbindung zum Schöpfer erfahren und selbst schöpferisch tätig werden. Wir treffen uns ab Montag, den 06. September, täglich von 10.00 bis 12.00 Uhr.
Tag der Stille
Einen Tag der gemeinsamen Erfahrung der Stille widmen: mit achtsamem Atmen, Gehen und Teetrinken, Gelassenheit üben und lernen, den meditativen Prozess so anzunehmen wie er ist, frei von Ergreifen und Ablehnen.
Auf spiritueller Suche oder zuhause in zwei Religionen?
Das Zentrum Theologie Interkulturell und Studium der Religionen der Katholisch-theologischen Fakultät der Universität Salzburg würdigte im Mai 2010 mit dieser Tagung den Benediktinermönch Swami Abhishiktananda. Sein Leben und Wirken ist deswegen so bedeutsam und noch immer gegenwärtig, da er als einer der ersten christlichen Mönche gilt, die sich auf der Ebene der spirituellen Erfahrung mit den Lehren einer anderen Religion auseinandersetzten.
Rückblick Mind and Life Conference
Bei der 20. Mind and Life Konferenz in Zürich widmeten sich Wissenschaftler verschiedenster Disziplinen dem Thema Altruismus und Mitgefühl in Wirtschaftssystemen. Angesichts der weltweiten Wirtschaftskrise beschäftigen sich Ökonomen immer häufiger mit neuen, von Werten wie Achtsamkeit und Mitgefühl geprägten Strukturen, die einen verantwortungsvolleren Umgang mit Ressourcen und den Mitmenschen ermöglichen.
Einfach tun – Lesung mit Dr. Martin Kämpchen
Erwachen, sitzen, stehen, liegen: Das tun wir alle jeden Tag – ohne weiter darüber nachzudenken. Der in Indien lebende Schriftsteller Martin Kämpchen verbindet westliches und östliches Denken und entdeckt, was diese Tätigkeiten wirklich bedeuten: Was der Morgen für eine besondere Zeit ist, weshalb das Sitzen die Haltung des Plänemachens ist und das Stehen zu höchster Wachheit führt, wir aber wirkliche Standfestigkeit und Ruhe erst im Liegen erreichen.
Himmel, Hölle und Nirwana
Ist mit dem Tod alles aus? Oder reicht die menschliche Bestimmung über den Tod hinaus? Antworten auf diese Fragen versuchen die religiösen Systeme der Menschheit schon von Anbeginn zu geben. Der renommierte Religionswissenschaftler Michael von Brück gibt einen tiefen Einblick in die verschiedenen Weltbilder und Glaubensgebäude, in Riten und Meditationsformen, mit denen Menschen ihrer Sterblichkeit begegnen. Die daraus resultierenden Anleitungen zur Lebenspraxis, die die einzelnen Traditionen entwickelt haben, können einander inspirieren und Hoffnungsbilder entstehen lassen.
Bodenseekirchentag: Hamideh Mohagheghi
Um die Beziehung zwischen Recht, Verpflichtung und Gerechtigkeit aus islamischer Perspektive besser zu verstehen, wird die Referentin einige Begriffe sowie Gerechtigkeitsvorstellungen im Qur’an und aus der islamischen Tradition erklären. Sie wird die islamische Anthropologie kurz darlegen, um die Verantwortlichkeit des Menschen und sein Bemühen um Gerechtigkeit und Frieden besser erfassen zu können.
Bodenseekirchentag: Rabbiner Bea Wyler
Thema des diesjährigen Bodenseekirchentags ist „Die Frucht der Gerechtigkeit wird Friede sein“. Frieden auf Hebräisch heißt „Schalom“ (שלום). Schalom heißt Gleichgewicht, Ausgeglichenheit, Balance. Wenn in einem Zwist, egal wie groß oder klein dieser ist, alle etwas von ihren Maximalforderungen nachlassen, entsteht ein Gleichgewicht, in welchem sich die Parteien finden. Dadurch gewinnen dann nicht nur beide Seiten, sondern als Resultat entsteht Frieden, ohne dass es auf Kosten der anderen geht.
Bodenseekirchentag: Lama Palmo
Vortrag von Gelongma Lama Palmo im Rahmen des Bodenseekirchentags: „Frieden ist aktiv“. Die Kunst, inneren Frieden zu erzeugen, kann erlernt werden. Die Verantwortung für das Entstehen von Frieden liegt beim Einzelnen, egal, welcher Konfession, Religion oder Überzeugung man angehört.
Offizieller erster Besuch des Karmapa Lama in Europa
Seine Heiligkeit der 17. Gyalwang Karmapa Lama (Ogyen Trinley Dorje) hat nun offiziell seinen ersten Besuch in Europa angekündigt. Dem charismatischen Oberhaupt der Karma-Kagyü-Linie, einer der vier tibetischen Haupt-Schulrichtungen, wird in inoffiziellen Kreisen schon seit längerem eine verantwortungsvolle Rolle für die Präsentation des tibetischen Buddhismus im Westen zugeschrieben.
Zen, Yoga und christliche Mystik
Das Seminar mit Dr. Christian Hackbarth-Johnson führt ein in eine interreligiös inspirierte spirituelle Praxis, in deren Zentrum die individuelle stille Meditation steht. Einfache Yoga-Übungen integrieren Körper, Atem und Aufmerksamkeit. In den Vorträgen werden vergleichend ost-westliche Grundstrukturen spiritueller Praxis und spiritueller Erfahrung besprochen.
Henri Le Saux (O.S.B.) / Swami Abhishiktananda
Vortrag von Dr. Christian Hackbarth-Johnson über den Benediktiner Henri Le Saux/ Swami Abhishiktananda (1910-1973), der als einer der großen Pioniere des spirituellen interreligiösen Dialogs gilt.
Die Mystik Meister Eckharts
Vortrag von Pater Dr. Mauritius Wilde OSB über Meister Eckhart (1260-1327), einen der faszinierendsten Mystiker. Kaum einer hat die Menschen in seinen Predigten so mit Gott in Berührung bringen können. Der große Theologe und Seelsorger zeigt, worin er die wahre Größe des Menschen besteht und wie wir die Kunst der Gelassenheit lernen können.
Mind and Life Conference in Zürich
Das „Mind and Life“-Institut präsentiert vom 09.-11. April 2010 in Kooperation mit der Universität Zürich die 20. Mind and Life Conference unter dem Motto „Altruismus und Mitgefühl in Wirtschaftssystemen -- Ein Dialog an der Schnittstelle der Wirtschaftswissenschaften, Neurowissenschaften und Kontemplativwissenschaft“. Neben Tania Singer, Matthieu Ricard und Lord Richard Layard wird auch Seine Heiligkeit der 14. Dalai Lama an der Veranstaltung im Kongress-Haus Zürich teilnehmen.
Buddhismus und Meditation in Tibet
Seit 1988 wirkt Lama Zangmo mit großer Freude und Hingabe als Lehrerin der tibetisch-buddhistischen Karma-Kagyu-Tradition. Sie leitet das Londoner Zentrum Samye Dzong. Vom 26. - 28. Februar ist sie zu Gast im Weltkloster, wo sie Vorträge zu den Themen „Buddhistische Meditation in Tibet – Was kann Meditation bewirken?“ und „Der tibetisch-buddhistische Ansatz zum Thema Tod und Sterben“. Darüberhinaus leitet sie Meditationen für Anfänger und Fortgeschrittene.
Kontemplationstag
Als Alternative zur Fastnacht können Sie einen Tag in Stille verbringen. Wir sitzen vier Stunden, dazwischen Gehmeditation und Pausen.
Weltkloster Friedensgebet
Die Treffen finden jeweils am ersten Dienstag jeden Monats um 20.00 Uhr statt. Im Anschluss an das Gebet besteht noch die Möglichkeit zum Gedanken-Austausch.
Christliche Kontemplation im Weltkloster
Sitz-Gruppe am Donnerstag unter der Leitung von Angelika Schulz. Frau Schulz hat ihre Ausbildung in der Kontemplationsschule "via integralis" erhalten. Termine siehe Gesamt-Artikel. Wir lesen und bedenken einen Text und sitzen zweimal 25 Minuten mit einer Gehmeditation dazwischen.
„Laudes“ im Weltkloster
Das Morgenlob in den christlichen Klöstern und Gemeinschaften wird „Laudes“ genannt. Das WELTKLOSTER knüpft an diese klösterliche Gebetsform an, jeden Samstagmorgen um 7.30 Uhr.
Lesung: Weihnachten und der Koran
Professor Karl-Josef Kuschel hat uns in seinem Buch „Weihnachten und der Koran“ die Texte und ihre Botschaft neu erschlossen. In einer Lesung aus diesem Buch wird er uns in ein spannendes Kapitel des christlich-muslimischen Dialogs einführen.
Mit dem Engel ringen
Vortrag von Ludwig von Dobeneck: Ausgehend von der biblischen Tradition geht dieser Vortrag der Frage nach, was es denn heute bedeuten könnte, mit dem Engel zu ringen. Wo, in welchen Situationen, auf welche Weise begegnen sie uns? Und was wollen sie eventuell von uns?
Tanz: Pater Dr. Saju George SJ
Pater Saju George, Indischer Jesuit und Bharata Natyam Tänzer, tanzt Themen aus hinduistischer und christlicher Tradition. Er erhielt nicht nur eine 7-jährige Tanzausbildung in verschiedenen klassischen indischen Tanzrichtungen, sondern auch eine Ausbildung in Gesang und im Spiel der Mridangam (der südindischen Trommel) sowie in Kampfsportarten und Yoga. Den Abschluß seines Theologie-Studiums bildete im Jahr 2005 seine Promotion über die religiös-philosophischen Grundlagen des klassischen Indischen Tanzes.