In Gedenken an Prof. Dr. Hans-Peter Dürr

Foto: Rolf K. Wegst

“Wir müssen lernen, auf neue Weise zu denken und zu erkennen, warum es nicht nur um eine Summe von Bestandteilen, sondern um das unzertrennbare Ganze geht.”

Der große Quantenphysiker und Pionier eines neuen Weltbildes Prof. Dr. Hans-Peter Dürr ist im Alter von 84 Jahren in München nach langer Krankheit gestorben.

Wir sind zutiefst dankbar für den Besuch dieses wunderbaren, engagierten Menschen im Jahre 2011 im Weltkloster und gedenken der wertvollen Gespräche und Diskussionen, welche er etwa zusammen mit dem tibetischen Mönch Tenzin Kalden Dahortsang führte.

Dürr war es ein großes Anliegen, insbesondere jüngeren Menschen ein Bewusstsein mit auf den Weg zu geben, welches geprägt ist von stetiger Bemühung um Frieden und Dialog. Das Erfassen von Zusammenhängen, die Naturwissenschaften, Spiritualität und soziales Engagement miteinander verbinden war für ihn zukunftsweisend. So gründete er die Initiative Global Challenges Network (GCN), welche weltweite Antworten auf die bedrohlichen Herausforderungen der Gegenwart in einem globalen Netzwerk zu verbinden sucht.

Als Träger des alternativen Friedensnobelpreises und Physiker entwickelte er Ansätze um religiöse und philosophische Denkausrichtungen mit unserem modernen naturwissenschaftlichen Wirklichkeitsverständnis in Einklang zu bringen.

In Erinnerung geblieben ist mir insbesondere die Botschaft, dass die Welt weniger Materie ist, als vielmehr Verkörperung eines immerwährenden Beziehungsgeflechtes. Wenn man versuche, ins allerkleinste Teilchen vorzudringen, fände man am Ende nur noch Schwingung.

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